Bilder und Reiseberichte von mir rund um die Welt

Zinni auf Reisen:

Bilder und Reiseberichte rund um die Welt

Bilder und Reiseberichte von mir rund um die Welt

Erstes Thema | Vorheriges Thema | Nächstes Thema | Letztes Thema | Zurück zum Index


Go North: Unterwegs im Norden von Grönland

Ein Besuch von Ilulissat, Upernavik, Nuussuaq und Ilimanaq im Norden von Grönland (2016)

Die Fahne von Grönland
Grönlands Nationalflagge

Inhaltsverzeichnis:

Upernavik und Nuussuaq

Upernavik und Nuussuaq

Nach der Landung in Upernavik war ich erstaunt über die vielen Personen im kleinen Terminal. Es trafen sich die Passagiere sowie Zu- und Abbringer von zwei ausgebuchten Flügen. Meine Vermieter des gebuchten Hauses fanden mich trotzdem auf Anhieb ('are you Zinni from Germany?') und brachten mich schnell zu meiner Unterkunft. Beim ersten Anblick hatte diese mich sofort in mein Herz geschlossen mit der Lage, Stil und Ausblick:

Zinnis Haus in Upernavik
Zinnis Haus in Upernavik

Blick von Zinnis Haus auf Upernavik
Blick von Zinnis Haus auf Upernavik

Ein Hotel oder ein Restaurant gibt es nicht mehr im Ort. Da der hiesige Supermarkt und Kiosk bereits geschlossen hatte bewiesen die Besitzer Herz und spendeten eine Portion Fisch damit ich nicht am Hungern war. Dazu erfuhr ich noch dass es eine Taverne im Ort gibt gab. Das zeigt wieder meine Erfahrung in Bezug auf Reiseführer oder schlaue Internet-Seiten über Grönland. Es wird viel abgeschrieben ohne jemals dort gewesen zu sein. Wer über den Ort schreibt dass es ein Hotel gibt hat von einem Antiquariat abgeschrieben, das ist schon lange zu. Wer schreibt dass es kein Pub oder Restaurant gibt weiß dies von einem der vor unzähligen Jahren mal dort war. Doof in meinem Fall: die Taverne wurde leider am Sonntag vor meiner Anreise geschlossen. Schade für mich aber gut für die Nachschreiber, denn jetzt stimmt die Info wieder.

Das Haus war der Kracher mit einer großzügigen Küche, vier Betten zum Aussuchen und Dusche. Nur an die Toilette nach grönländischer Art konnte ich mich wieder mal nicht gewöhnen, keine Details. Geschlafen hatte ich prima. Als ich morgens aufwachte war es leider etwas bewölkt, auf meiner Zinni-internen Wetter-Notenskala für Grönland eine Note Zwei. Wie es aber so ist, es kommt darauf an wo man herkommt. Hatte man vorher nur Vieren ist das toll, bei lauter Einsen aber etwas enttäuschend. Das ist natürlich jammern auf höchsten Niveau, denn der Ort hatte mir natürlich trotzdem super gefallen auf den ersten Eindruck mit seinen vielen Eisbergen trotz Hochsommer:

Blick auf die Küste von Upernavik
Blick auf die Küste von Upernavik

Bevor ich Zeit hatte Upernavik näher anzuschauen stand mein Flug zur Gemeinde Nuussuaq an. Ich freute mich auf meinen bislang längsten Hubschrauberflug (fünfzig Minuten) und das gleich im Doppelpack. Wir waren nur sechs von neun möglichen Passagiere und ich konnte alleine meine beiden Lieblingssitze mit der besten Aussicht bekommen. Der Pilot meinte augenzwinkernd dass dies die Business-Klasse der Airline sei.

Zinnis Lieblingssitze bei Air Greenland (rechts)
Zinnis Lieblingssitze bei Air Greenland (rechts)

Der Flug war wunderschön und ich hatte keine Sekunde Langeweile. Der Blick auf die tolle See- und Landschaft mit Eisberge, Spiegelungen und Berge war gelungen und jeden Cent wert.

Flug von Upernavik nach Nuussuaq
Flug von Upernavik nach Nuussuaq

Flug von Upernavik nach Nuussuaq
Flug von Upernavik nach Nuussuaq

Flug von Upernavik nach Nuussuaq
Flug von Upernavik nach Nuussuaq

Flug von Upernavik nach Nuussuaq
Flug von Upernavik nach Nuussuaq

Flug von Upernavik nach Nuussuaq
Flug von Upernavik nach Nuussuaq

Flug von Upernavik nach Nuussuaq
Flug von Upernavik nach Nuussuaq

Mir fast zu schnell trotz fünfzig Minuten Flugzeit erreichten wir den kleinen Ort Nuussuaq mit seinen zweihundert Einwohnern. Der grönländische Name bedeutet große Halbinsel was man von Bord aus auch gut sehen konnte:

Blick auf Nuussuaq
Blick auf Nuussuaq

Der Heliport von Nuussuaq
Der Heliport von Nuussuaq

Der Heliport von Nuussuaq
Der Heliport von Nuussuaq

Mein Herz schlug höher vor Freude, das war wirklich gelungen. Ein kleiner Wermutstropfen: Eigentlich sollten wir dreißig Minuten Aufenthalt im Ort haben die reichen sollten um kurz in den Ort zu gehen. Der Kapitän wollte aber umgehend nach der Entladung vom Gepäck und Fracht wieder zurück fliegen was ich verstehen konnte. Er wollte mir dann zehn Minuten Zeit geben um kurz in den Ort zu gehen was ich ablehnte, das wäre mir dann doch zu viel Stress gewesen. Zurück waren wir nur drei Passagiere und ich konnte mir wieder die Seite auf die schauen wollte aussuchen. Erst wollte ich auf den gleichen Sitz um auf das Meer zu blicken, aber ich wurde von der Crew umgestimmt, das wäre zu langweilig. Sie hätten in zehn Jahren erst einmal Wale vom Flug aus gesehen und die Chance wäre sehr gering. So saß ich wieder Richtung Land und schaute mir noch einmal das schöne Szenarium an.

Blick auf Nuussuaq
Blick auf Nuussuaq

Flug von Nuussuaq nach Upernavik
Flug von Nuussuaq nach Upernavik

Flug von Nuussuaq nach Upernavik
Flug von Nuussuaq nach Upernavik

Flug von Nuussuaq nach Upernavik
Flug von Nuussuaq nach Upernavik

Flug von Nuussuaq nach Upernavik
Flug von Nuussuaq nach Upernavik

Flug von Nuussuaq nach Upernavik
Flug von Nuussuaq nach Upernavik

Flug von Nuussuaq nach Upernavik
Flug von Nuussuaq nach Upernavik

Das Ereignis war am Vormittag und den Rest des Tages verbrachte ich den Ort zu erkunden. Eigentlich lassen sich Eisbären auf Grund der Lage dort selten sehen, ich habe keine Ahnung wo der erlegt wurde:

Eisbärfell in Upernavik
Eisbärfell in Upernavik

Danach stattete ich dem Hafen einen Besuch ab, ich hoffte insgeheim einen Fischer zu treffen der mich mit auf seinen Fang nimmt. Das hatte leider nicht geklappt.

Der Hafen von Upernavik
Der Hafen von Upernavik

Der Hafen von Upernavik
Der Hafen von Upernavik

Der Hafen von Upernavik
Der Hafen von Upernavik

Der Ort hatte mir sehr gut gefallen und war trotz seiner 1150 Einwohner gar nicht so klein. Wie immer in Grönland haben die Häuser natürlich unterschiedliche Farben:

Blick auf Upernavik
Blick auf Upernavik

Blick auf Upernavik
Blick auf Upernavik

Upernavik gönnt sich sogar ein Freilichtmuseum, das nördlichste auf der Welt. Unschön: Es liegt fast direkt neben der örtlichen Müllkippe mit dem entsprechenden Geruch. Das Hauptgebäude ist die im Jahr 1839 erbaute alte Kirche:

Das Freilichtmuseum von Upernavik
Das Freilichtmuseum von Upernavik

Da ich wie oft in Grönland der einzige Tourist im Ort war wunderte ich mich über die großzügigen Öffnungszeiten und das es zwei Mitarbeiter gibt. Einer davon zeigte mir die Gebäude und lies mich wichtig erscheinen:

Der Bürgermeister von Upernavik
Der Bürgermeister von Upernavik

Es war ganz nett und aufschlussreich, aber auch nicht gerade der große Brüller. Interessanter fand ich den nahegelegenen Friedhof (die dort liegen sollte die nahe gelegene Müllkippe nicht stören):

Upernavik
Upernavik

und die Kehrseite der Insel wo keine Gebäude möglich sind:

Die Kehrseite von Upernavik
Die Kehrseite von Upernavik

Mir ging es sauwohl und ich genoss die klasse Landschaft:

Zinni in Upernavik
Zinni in Upernavik

Die Landschaft von Upernavik
Die Landschaft von Upernavik

blickte auf die Straße zum Flughafen und Eisberge:

Blick auf die Straße zum Flughafen von Upernavik
Blick auf die Straße zum Flughafen von Upernavik

Blick auf die Straße zum Flughafen von Upernavik
Blick auf die Straße zum Flughafen von Upernavik

und genoss das im Supermarkt gekaufte Bier auf meiner Terrasse:

Zinni in Upernavik
Zinni in Upernavik

Nach erneut guten Schlaf und nicht ganz so tollen Wetter am nächsten Tag verabschiedete ich mich wehmütig von meiner geliebten Unterkunft:

Bye bye Haus
Bye bye Haus

und flog wieder zurück nach Ilulissat:

Auf dem Flug von Upernavik nach Ilulissat
Auf dem Flug von Upernavik nach Ilulissat

Auf dem Flug von Upernavik nach Ilulissat
Auf dem Flug von Upernavik nach Ilulissat

Trotz der Begrenzung weil es eine Insel ist mit eingeschränkter Bewegung fand ich den Ort super und typisch Grönland. Wochenlang würde ich es dort nicht aushalten und ob ich jemals dort wieder hin komme weiß ich auch nicht, fand es aber gut diese Lokation ausgesucht zu haben.

Weiter mit: Ilulissat und Ilimanaq


Zinni Online

Zurück zum Index